Die aufgehobene Teilung in Himmel und Erde, Band 31

Nach protokollarischen Aufzeichnungen der folgenden Seminare:

Erlenbach, 1./2. Mai 2004
Herrsching, 15./16. Mai 2004
Pichlmayrgut, 7. Juni bis 11. Juni 2004

Wir haben die vier Quadranten, die Sonne ist im Widder, der angesprochene Quadrant ist Widder – Stier – Zwilling. Das geht gegen den Uhrzeigersinn, es ist die untere Hälfte, da ist die Bewegung vom Widder bis zur Jungfrau.

Widder – Stier – Zwilling ist der erste Quadrant des Verbundes, dann kommt Krebs – Löwe – Jungfrau als zweiter Tierkreisverbund.

Die anderen zwei Verbunde gehen im Uhrzeigersinn, es ist der Weg vom Fisch bis hinüber zur Waage, – also Fisch – Wassermann – Steinbock, das ist der vierte Quadrant und als Folge der dritte Quadrant mit Schütze – Skorpion – Waage.

Die Festlegung des hervorgehobenen Verbunds sehen wir durch die Sonne, denn diese ist, wie Sie schon lange wissen, die Durchführung. Man könnte es somit den Sonnen-Verbund nennen, um es zu präzisieren, denn Sie können im Laufe der Deutung auch die anderen mit einbeziehen im Sinne der Betrachtung unabhängig vom Sonnen-Verbund.

Wir haben die Quadranten schon bei der Phänomens-Deutung gehabt, wo wir gesagt haben: Causa materialis, Causa formalis, Causa efficiens und Causa finalis. Die Causa formalis ist der zweite Quadrant, das Geschehen, das in der Zeitlichkeit spürbar wird, in der sie bewußt wird in ihrem Ablauf. Da kann sich die Zeitlichkeit selber in der Jungfrau beobachten, denn sie ist das, was Erscheinung hervorbringt.

Damit ist der zweite Quadrant, besonders das Mittelzeichen des zweiten Quadranten, der Löwe beziehungsweise die Sonne dafür da, um ein Bild zur Erscheinung zu machen. Das haben wir damals gesagt, wenn ein Stück Lehm irgendwo ist, wohnt dem Lehm eine bestimmte Art inne, etwas zu sein. Das ist im aristotelischen Sinne. Sie können aus dem Lehm eine Vase, aber keine Zahnbürste machen, – es schließt sich aus dem vorhandenen Material einiges aus.

Alles das, was aus dem Lehm zu machen ist, ist im dritten Quadranten des Lehms, – also in Schütze – Skorpion – Waage, – die Gestalt oder das Bild der Vase. Jetzt kommt die Sonne und formt den Lehm zur Vase. Insofern ist, wie wir früher gesagt haben, die Sonne immer die Verbindung zwischen der Idee und dem Gegenstand. Sie können auch sagen, zwischen der Gestalt und ihrer Erscheinung, – hier ist die Sonne Vermittler, ist Übergangspunkt, – wobei, sie vermittelt nicht, sie wandelt es um in das, was als Gestalt der Erscheinung in der Gegenwart auftauchen darf.

Wissen Sie, wie Bilder Erscheinung werden, darüber können Sie mit dem Schicksal nicht mehr verhandeln, aber welche Bilder Erscheinung werden, daß ist Ihr Bier. Darin liegt Ihre Freiheit, aber das hat etwas mit der Haltung zu tun, – und da liegt wieder Ihre Unfreiheit.

Herrsching-Seminar
Samstag-Vormittag 15. Mai 2004

Preis: 35,00 €
zzgl. Porto und Verpackung

ISBN: 978-3-927094-65-9